Schönheitsideal, Zweifel & Perfektion – Was lässt uns ständig zweifeln?
Schon in jungen Jahren lernen viele, wie sie auszusehen haben. Schlank, makellos, immer gut gestylt – und am besten perfekt für soziale Medien. Schönheitsideale sind heute nicht mehr zu umgehen. Wer nur an seinem Handy Unterhaltung sucht, vergleicht sich automatisch mit anderen. Und dieser Vergleich geht für viele junge Menschen selten gut aus.
Das, was online als normal gilt, ist oft weit entfernt von der Realität. Filter, Bildbearbeitung und bewusst ausgewählte Momente lassen ein anderes Bild entstehen, als es eigentlich ist. Für Jugendliche wird es immer schwieriger, zwischen echt und “angepasst” zu unterscheiden. Das Gefühl, nicht perfekt genug zu sein, wächst – oft leise, aber dauerhaft. Der Druck, gut auszusehen, verfolgt einen selbst unterbewusst. Er setzt sich im Kopf fest. Statt sich mit ihren Fähigkeiten, Interessen oder Träumen zu beschäftigen, kreisen die Gedanken um Körper, Kleidung und Aussehen. Das Selbstwertgefühl leidet, Unsicherheiten und Vergleiche nehmen zu. Natürlich gab es Schönheitsideale schon immer. Neu ist jedoch, wie präsent sie sind und wie wenig Raum sie für Abweichungen lassen. Die sozialen Medien machen den Vergleich ständig möglich, und kaum jemand kann sich ihm entziehen. Perfektion wird nun vollständig zur Erwartung.
Umso wichtiger ist es, gegenzusteuern. Wir brauchen mehr Ehrlichkeit, mehr Vielfalt und weniger Hochglanz. Eltern, Schulen und Medien tragen Verantwortung, unrealistische Bilder einzuordnen und Realität sichtbar zu machen. Vor allem aber müssen wir jungen Menschen vermitteln, dass ihr Wert nicht von ihrem Aussehen abhängt, sondern von dem, was sie als Menschen ausmacht.
Wir wollen euch sagen: vergleicht euch nicht. Schönheit und Perfektion kommen von Innen und wird präsenter, wenn man sie realistisch ausstrahlt.
Von Bianca & Filiz




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