In der Schule kommen von Mitschüler*innen unangenehme Sprüche. Du hast das Gefühl, ausgeschlossen zu werden, wirst benachteiligt, von anderen schikaniert oder ausgenutzt? All das gehört zu Mobbing. Aber ist es gleich Mobbing, wenn du einmal beleidigt oder ausgenutzt wirst?Mobbing geht vor allem über einen längeren Zeitraum. Wenn du beispielsweise seit über 6 Monaten von einer Gruppe wöchentlich beleidigt wirst, ist es Mobbing. Besonders in Schulen ist Mobbing weit verbreitet, kann sich aber auch auf den außerschulischen Alltag übertragen, wie zum Beispiel durch Cybermobbing. Viele Betroffene nehmen die Mobbing-Vorfälle mit nach Hause, sodass ihnen diese nicht mehr aus dem Kopf gehen können, was sich unter anderem mit Schlafstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar macht. Allerdings ist das bei jeder betroffenen Person unterschiedlich. Die Täter*innen können öffentlich als auch anonym sein. Außerdem kann Mobbing jedem und überall passieren, also auch im späteren Arbeitsalltag.

Auch Schüler*innen unserer Schule haben hier mit Mobbing Erfahrungen machen müssen. Eine Schülerin unserer Schule hat ihre Erlebnisse mit uns geteilt.

„Als ich in die 5. Klasse kam, war es noch nicht so schlimm. Irgendwann ging es dann los, dass ich ausgeschlossen wurde. Ich denke, dass die Klasse sich nur jemanden gesucht hat, der sich nicht wertgeschätzt fühlt und nicht sonderlich beliebt ist. Es war ziemlich ätzend und es hat sich sehr unfair angefühlt, da ich niemandem etwas getan hatte. Ich habe meinen Eltern davon erzählt, obwohl ich glaube, dass sie sowieso schon etwas gemerkt hatten. Damit es aufhört, habe ich darüber gesprochen und schlussendlich auch gehandelt, indem ich die Klasse gewechselt habe.“

Um die Meinungen, Erfahrungen und Tipps gegen Mobbing von einer Lehrerin herauszufinden, habe ich ein Interview mit Frau Leopold, welche Lehrerin an unserer Schule ist, geführt.

Wann wird Ihrer Meinung nach von Mobbing gesprochen? 

„Mobbing definiert sich für mich in psychischer Gewalt, die wiederholt und regelmäßig stattfindet und sich meistens durch seelisches Schikanieren, Quälen und Verletzen zeigt.

Es kann dabei durch eine, aber auch mehrere Gruppen ausgeführt werden und richtet sich in der Regel gegen einzelne Personen.“

Sind Ihnen schon Mobbing-Situationen in der Schule aufgefallen? 

„Ich denke, dass in jeder Klasse irgendwann einmal mehr oder weniger ausgeprägt Situationen auftreten, mit denen nicht alle Beteiligte zufrieden sind oder übereinstimmen. Es muss sich nicht gleich um Mobbing handeln, kann daraus aber resultieren.“

Wie fällt Mobbing auf? 

„Da gibt es mehrere Möglichkeiten:

– durch Lehrer/innen oder Außenstehende

– durch Mitschüler/innen

– durch die Betroffenen selbst“

Was kann eine außenstehende Person tun, wenn diese von Mobbing mitbekommt? 

„Diese Person sollte sich schnell an einen Erwachsenen wenden.“

Was kann eine von Mobbing betroffene Person tun? 

„Auch diese Person sollte sich schnellstmöglich jemandem anvertrauen.“

 Was kann man gegen Mobbing tun?

„Die Schule sollte Aufklärung und Prävention betreiben und den betreffenden Personen Mut machen, sich mitzuteilen“

Bei Mobbing hilft also vor allem, zu reden und entschlossen zu handeln. Wenn du mit Mobbing zu kämpfen hast, dann wende dich an eine Vertrauensperson, dies kann ein Familienmitglied, ein/e Freund/in, aber auch eine Lehrkraft sein. Zusammen findet ihr bestimmt eine Lösung, damit es dir wieder besser geht. Falls du mitbekommst, dass eine Person gemobbt wird, wende dich bitte auch hier an eine Vertrauensperson oder sprich sie einfach direkt darauf an. 

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