Demnächst ist wieder Praktikumszeit an unserer Schule. Viele von euch sind bestimmt jetzt an einem Punkt, an dem ihr nach einem Praktikumsplatz sucht. Ich habe ein paar Ideen, wie ihr einen passenden Ort für euch finden könnt oder wo ihr ein Praktikum machen könntet (und was man dort erwarten kann), falls ihr euch unsicher seid! 

Dazu habe ich auch über ein paar Sachen, die man bei der Bewerbung und dem Lebenslauf beachten sollte, sowie den Aufbau, aufgeschrieben.

 

Wie findet man etwas Passendes für sich selber?

Natürlich will man in den zwei Wochen etwas machen, was einem gefällt, sonst könnte es ganz schnell sehr langweilig werden. Aber wie findet man etwas Passendes?

1. „Wofür interessiere ich mich?“

Desto spannender man seinen Praktikumsplatz findet, desto besser! Ich würde es sehr empfehlen, dass man versucht etwas findet, wofür du dich interessierst, dann hat man nämlich automatisch mehr Spaß. Diese Interessen könnten alles sein, vielleicht interessierst du dich für Tiere oder Bücher, vielleicht interessierst du dich auch für einen bestimmten Arbeitsbereich? Dies könnte dir wenigstens eine grobe Idee geben, wo du dein Praktikum machen könntest (z.b. wenn man sich für Bücher interessiert könnte man in einer Bibliothek machen) 

2.  „Was will ich später mal werden?“ 

Natürlich wissen nicht alle, was sie mal werden wollen und das ist ok! Aber wenn du es weißt, dann kann dies bei der Suche helfen! Wenn du zwischen zwei Sachen stehst, kannst du schauen, ob es vielleicht etwas gibt, wo du beides verbinden kannst (wenn man z.B. an den Jobs Verkäufer und Bibliothekar interessiert ist, könnte man nach einer Buchhandlung suchen).

3.  „Möchte ich etwas Soziales machen?“

Dies ist eine etwas allgemeinere Frage, aber trotzdem eine gute! Dies ist etwas, das von Person zu Person unterschiedlich ist, manche mögen soziale Arbeit sehr und wollen unbedingt was mit Menschen machen, andere mögen es vielleicht nicht so gerne und möchten bei der Arbeit lieber für sich sein. Während dich dies wahrscheinlich nicht direkt zu einem Traumpraktikumsplatz führen wird, verkleinert es den Suchraum, was helfen kann.

 

Was man bei ein paar der beliebtesten Praktikumsorten erwarten 

1. „Tierarzt“

Beim Tierarzt arbeitet man eher als eine/n Assistent/en, da man ohne Ausbildung natürlich nicht die Tiere behandelt darf. Die Aufgaben für einen werden z.B. sein, dass man mit den Ärzten am Morgen zusammen die Klinik vorbereiten und gemeinsam öffnet, oft ist man bei Sprechstunden dabei und assistiert dem Arzt. In manchen Kliniken darf man bei der OP-Vorbereitung und Nachsorge helfen und bei den meisten darf man bei den OPs zugucken, immerhin soll man ja auch erfahren, ob der Job etwas für einen ist. Natürlich muss man am Ende des Tages beim Aufräumen helfen, aber dies gehört zu fast jedem Job dazu!

2.   „Arztpraxis“ 

Das Praktikum bei einem Arzt hat Ähnlichkeiten zum Tierarzt, zum Beispiel, dass man bei den Sprechstunden als Assistent/en dabei ist und man wahrscheinlich bei OPs zugucken kann. Aber beim Arzt gibt es natürlich auch noch andere Sachen: mit der Erlaubnis vom Patient darf man z.B. den Puls, die Temperatur oder den Blutdruck messen und natürlich ist die Beobachtung von der Veränderung der Patienten anders als bei einem Tierarzt. Dann kommen auch hier typische Sachen dazu, z.B. dabei zu helfen,  den Arbeitsbereich sauberzumachen.

3.  „Bäckerei“

Wie bei fast allen Praktikumsorten, hilft man auch in der Bäckerei beim Aufbau! Man hilft dabei, die Brötchen zu belegen und sie einzusortieren, sicherzugehen, dass genügend Kleingeld in der Kasse ist und wenn nicht, es nachzufüllen usw. Wenn dann die Kunden kommen, hilft man auch, das Gebackene für die Kunden einzupacken und simple Sachen wie Kaffee aufzubrühen. In manchen Bäckereien darf man auch selber vor der Kasse stehen und verkaufen. Am Ende von jedem Tag muss man auch hier beim Aufräumen und Putzen helfen.

4.  „Apotheke“

In der Apotheke hilft man hauptsächlich dabei, die Produkte zu kontrollieren und Lieferungen einzuscannen. Oft hilft man auch beim Einräumen und sortieren von Produkten, Bestellung von Arzneien und viele Apotheken lassen einen auch Salben und Ähnliches mischen oder lassen einen zumindest dabei helfen. Und wie fast überall hilft man auch beim Putzen.

5.  „Kindergarten“

Im Kindergarten ist man hauptsächlich, wie wahrscheinlich erwartet, ein Spiel- und Ansprechpartner für die Kinder. Sollte es in der Zeit des Praktikums bestimmte Aktivitäten oder Ausflüge geben, kommt man bei diesen mit. Zur Mittagszeit hilft man natürlich auch die Tische zu decken und danach wieder abzuräumen. Natürlich muss man denn Gruppenraum sauber halten und bleibt meistens wenn die Kinder bereits gegangen sind noch länger da, um aufzuräumen.

 

Eine Bewerbung und einen Lebenslauf schreiben

Um überhaupt einen Praktikumsplatz zu bekommen, muss man erstmal eine ordentliche Bewerbung und einen Lebenslauf schreiben. Ich habe dafür die typische Struktur und ein paar Sachen, die ihr beachten solltet, aufgeschrieben.

1. „Lebenslauf“

Die Typische Struktur für einen Lebenslauf ist:

-Geburtstag und Ort 

-Nationalität 

-Bildungsweg 

-Fähigkeiten und Kenntnisse 

-Hobbys und Interessen 

Oben in die linke Ecke sollte ein Foto von einem selbst. Auf dem Foto sollte keine andere Person zu sehen sein und es wäre besser, wenn das Foto einen simplen Hintergrund hat. Ich würde empfehlen, das Foto vom Schulfotograf zu nehmen oder eins im ähnlichen Stil. 

Falls du dir aber nicht sicher bist, wie du den Lebenslauf gestalten sollst, kann ich  Pages empfehlen! Dort gibt es gute Vorlagen, welche man auch leicht nach den eigenen Vorstellungen  anpassen kann.

2.  „Bewerbung“

Eine Bewerbung hat meistens einen relativen simplen Aufbau: Oben links sollte die Adresse von dem Praktikumsort stehen und oben rechts die Adresse von einem selbst. Danach solltet ihr unter eurer Adresse eine Zeile frei lassen und dann eure Telefonnummer hinschreiben sowie eure Email Adresse. Etwas weiter unten kommt dann eine „Überschrift“, in der du  „Bewerbung für ein Schülerpraktikum von (Datum von-bis)“ und das Datum, wann du die Bewerbung geschrieben hast, hinschreibst.

Darunter kommt dann die tatsächlich Bewerbung. Diese beginnst du natürlich damit, dass du die Person, welche die Bewerbung bekommt, begrüßt. Stelle dabei sicher, dass du dabei die richtige Ansprache benutzt (Frau, Herr, oder wenn es an das ganze Team geht natürlich Team). Wenn du dir nicht sicher bist und es auch nicht herausfinden kannst, würde ich „Sehr geehrte Damen und Herren“ als Anrede empfehlen. Danach solltest du dich kurz vorstellen. Nenne bei der Vorstellung deinen Namen und welche Klasse und welche Schule du grade besuchst. Danach kommt dann deine Begründung, warum du dort ein Praktikumsplatz haben möchtest. Gehe danach noch auf deine Fähigkeiten und Stärken ein (z.B. zielorientiert), warum du gut ins Team oder an den Arbeitsplatz passt. 

Am Ende würde ich empfehlen, noch anzubieten, weitere Informationen zu schicken, sollte der Arbeitgeber diese brauchen.

 

Ich hoffe, dieser Artikel konnte einigen von euch dabei helfen, einen Praktikumsplatz zu finden oder eure Bewerbung zu schreiben. 🙂

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