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Die Vorhabenwoche ist für euch langweilig? – Wir haben bessere Ideen!

Jedes Jahr dasselbe Bild: Die Vorhabenwoche steht an und viele Schüler*innen fragen sich, was daran eigentlich aufregend sein soll. Natürlich gibt es Klassenfahrten oder Praktika, welche interessant und wichtig bleiben. 

Aber mal ehrlich – einige Themen wiederholen sich, ziehen sich in die Länge und bleiben oft nicht wirklich im Gedächtnis.

Warum nutzen wir diese Wochen dann nicht lieber, um unsere Welt wirklich kennenzulernen, zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und etwas Bleibendes zu schaffen?

Daher haben wir uns überlegt, wie man die Vorhabenwoche noch anders gestalten könnte:

Denn schon im 5. Jahrgang könnte man neben der Klassenreise und dem Steinzeitprojekt eine Woche rund um das Thema „Wohltätigkeit für unsere Gesellschaft“ gestalten.

Hierbei könnte die Klasse zum Beispiel eine kleine Lebensmittel- oder Kleidersammelaktion für eine lokale Einrichtung organisieren und vor Ort erleben, wie ihr Einsatz anderen helfen kann.

Durch so eine Vorhabenwoche erhalten die Schüler*innen neue Ansätze, die sie mit in ihr Leben nehmen können und ihnen eine neue Perspektive bieten.

In den Vorhabenwochen für den 6. Jahrgang, wo es um Internet, Religionen und Erwachsenwerden geht, bietet sich besonders eine soziale Ergänzung an, zum Beispiel ein Besuch im Seniorenheim mit Vorlesen, Spielen oder gemeinsamen Bastelaktionen. Dabei lernen die Schüler*innen Verantwortung zu übernehmen und echte Begegnungen zwischen Generationen können ermöglicht werden.

Auch im 7. Jahrgang könnte man eine Vorhabenwoche mit dem Thema „Fair leben – fair handeln“ gestalten. Die Klassen könnten zum Beispiel einen Sponsorenlauf zugunsten eines Kinderheims oder einer Umweltorganisation auf die Beine stellen. Gleichzeitig könnten die Klassen ein kleines Upcycling-Projekt starten und aus alten Materialien neue Dinge, wie Deko oder einfache Spielsachen herstellen.

Der 8. Jahrgang könnte nach dem Besuch im Miniaturwunderland einmal die reale Umwelt in den Blick nehmen. Eine Umweltaktionswoche mit einem Clean-up-Day im Stadtpark, dem Bau eines Insektenhotels auf dem Schulgelände oder der Planung einer Ausbauung des Schulgartens würde zeigen, wie eng Natur- und Klimaschutz mit unserem Alltag verbunden sind. So wird Technik- oder Textilunterricht plötzlich ganz praktisch, wenn etwa Schilder, Pflanzkisten oder Upcycling-Taschen für das Projekt entstehen.

Im 9. Jahrgang, wo wirtschaftliche Themen dominieren, würde soziale Aktivität spannende Einblicke geben: Die Schüler*innen könnten das örtliche Tierheim durch Spenden und Mithilfe unterstützen oder bei der Tafel aushelfen. Dabei lernen sie nicht nur etwas über Berufe, sondern auch über soziale Verantwortung und darüber, wie unterschiedlich Lebenssituationen in einer Stadt sein können.

Gerade im 10. Jahrgang, wo die Prüfungen näher rücken, wäre eine Vorhabenwoche sinnvoll, die  den Fokus auf Strategien zur Stressbewältigung und mehr Zusammenhalt hat. Neben Angeboten zur Stressbewältigung könnten beispielsweise auch „Lernpatenschaften“ aufgebaut werden, bei denen Zehntklässler jüngeren Schüler*innen bei Hausaufgaben oder Vorbereitung auf Klassenarbeiten helfen. So stärkt man die eigene Klasse – und gleichzeitig auch den Zusammenhalt in der ganzen Schule.

Der 11. Jahrgang könnte die Zukunft direkt angehen: im GEOMAR werden beispielsweise verschiedene Veranstaltungen für Schulen und Klassen angeboten, in der sich die Schüler*innen mit der Meeresforschung auseinandersetzen können.

Auch Kooperationen mit lokalen Vereinen oder Initiativen würden zudem dabei helfen, dass die Schüler*innen mehr über Nachhaltigkeit lernen und neue Einblicke in verschiedene Berufe gewinnen, die sich mit solchen Themen befassen.

Im 12. Jahrgang könnte man das klassische Zeitungsprojekt erweitern, indem die Schüler*innen des 12. Jahrgangs nicht einfach nur Zeitungen über frei gewählte Themen schreiben, sondern stattdessen eine Art „Redaktion“ entsteht, die über die sozialen und nachhaltigen Projekte unserer Schule berichtet und diese dann in der Schülerzeitung veröffentlicht und somit unserer Schulgemeinschaft näher bringt. Artikel über Benefizläufe, Schulgartenfortschritte oder Besuche im Seniorenheim zeigen, was bereits erreicht wurde und können andere Klassen motivieren, selbst aktiv zu werden und einen Unterschied zu machen.

Und im 13. Jahrgang, kurz vor dem Abschluss, wären Projekte zur Verantwortung ein sinnvoller Schluss. Die Abiturientinnen und Abiturienten könnten Lernpatenschaften übernehmen, Workshops für jüngere Jahrgänge anbieten oder eine Abschluss-Spendenaktion für einen guten Zweck organisieren und somit Erfahrungen sammeln, welche sie in der Berufswelt weiterbringen können.

Die Vorhabenwochen könnten also weit mehr sein als bloße Unterrichtsverlängerung.

Sie könnten Begegnungen schaffen, Perspektiven öffnen und zeigen, dass Lernen überall stattfindet – auch außerhalb des Klassenzimmers.

Langweilig? Ganz bestimmt nicht mehr.

Von Sofie, Hanna, Frieda und Leni

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